Risikovoranfrage

Risikovoranfrage

Viele denken, der erste Schritt zur Berufsunfähigkeitsversicherung ist: Antrag ausfüllen, einreichen, abwarten. Das ist ein Fehler. Und zwar einer mit Konsequenzen.

Wenn du bei einer Versicherungsgesellschaft einen Antrag einreichst, wird das registriert. Der Versicherer prüft dein Risiko – und wenn das Ergebnis nicht gut ist, bekommst du eine Ablehnung oder ein Angebot mit Erschwerungen. Das klingt erstmal halb so wild. Ist es aber nicht.

Denn wenn du dich dann für eine andere Gesellschaft entscheidest, musst du dort angeben, dass du woanders bereits einen Antrag gestellt hast – und wie der ausgegangen ist. Eine Ablehnung oder ein Risikozuschlag beim ersten Versicherer kann dazu führen, dass der zweite genauso entscheidet. Oder kritischer.

Kurz gesagt: Ein schlecht vorbereiteter Antrag kann dich in eine Situation bringen, aus der du so schnell nicht mehr herauskommst.

Deshalb: die anonyme Risikovoranfrage

Genau dafür gibt es die anonyme Risikovoranfrage. Wir fragen bei Versicherern an – ohne deinen Namen, ohne dass das irgendwo registriert wird. Der Versicherer bekommt die relevanten Informationen zu deiner Gesundheitshistorie und deinem Beruf und gibt ein Votum ab: So würden wir den Antrag annehmen. Oder: So nicht.

Das Ergebnis heißt Votum, und es kann verschiedene Formen annehmen:

  1. Normale Annahme – alles in Ordnung, der Antrag würde wie gewünscht angenommen werden.
  2. Risikozuschlag – der Versicherer verlangt einen höheren Beitrag, z.B. weil ein gefährliches Hobby vorliegt. Ansonsten keine Einschränkungen.
  3. Ausschlussklausel – bestimmte Erkrankungen oder Bereiche werden aus dem Schutz herausgenommen. Das muss nicht automatisch schlimm sein – je nach Beruf kann ein Ausschluss praktisch keine Auswirkung haben.
  4. Ablehnung – der Versicherer sieht das Risiko als zu hoch an. Das bedeutet nicht das Ende. Ein anderer Versicherer kann das ganz anders einschätzen. Und genau da macht sich die Arbeit mit mehreren Gesellschaften bezahlt.

Wie ich das mache – und warum das einen Unterschied macht

Eine Risikovoranfrage klingt einfacher, als sie ist. Die Qualität der Anfrage entscheidet darüber, wie gut das Votum ausfällt.

Wenn die Gesundheitshistorie unvollständig, ungenau oder schlecht formuliert ist, bekommst du entweder ein schlechteres Votum als nötig – oder, was noch schlimmer ist: Sachverhalte tauchen später im Antrag auf, die vorher nicht richtig dokumentiert wurden. Das kann im Leistungsfall zum Problem werden.

Deshalb arbeite ich mit einer medizinisch ausgebildeten Spezialistin zusammen. Sie geht deine gesamte Gesundheitshistorie durch – strukturiert, vollständig, mit medizinischem Sachverstand. Arztunterlagen, Befunde, Atteste – alles wird aufgearbeitet und so aufbereitet, dass der Risikoprüfer der Versicherung eine fundierte Entscheidung treffen kann.

Das Ergebnis: bessere Voten, saubere Dokumentation, kein unnötiges Risiko.

Im seltenen Fall, dass deine Gesundheitshistorie wirklich nichts hergibt, kann auf diese ausführliche Aufarbeitung verzichtet werden. Aber das ist ehrlich gesagt die Ausnahme.

Wichtiger Hinweis: Arztbesuche während der Antragsphase

WarningBitte vermeide nicht dringend notwendige Arztbesuche oder Routineuntersuchungen, solange dein Antrag noch in der Prüfung ist.

Es ist schon vorgekommen, dass kurz vor dem Abschluss eine Routineuntersuchung eine neue Diagnose ergeben hat – und der Antrag damit vom Tisch war. Akute und ernst zu nehmende Beschwerden sind natürlich eine andere Sache. Aber alles, was warten kann, sollte warten – bis die Police in der Tasche ist.
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