
Ob du deine letzte berufliche Tätigkeit noch ausüben kannst – und zwar mindestens zu 50 % nicht mehr.
Ob die Einschränkung voraussichtlich länger als 6 Monate andauert.
Ob deine Angaben bei Antragstellung korrekt waren (Gesundheitsfragen).
Ob du vielleicht auf eine andere Tätigkeit verwiesen werden kannst (bei Angestellten selten, bei Selbstständigen kann eine Umorganisation geprüft werden).
Alle medizinischen Unterlagen: Arztberichte, Befunde, Gutachten.
Ruhe bewahren und sortieren
Nicht sofort beim Versicherer melden, sondern erst Unterlagen zusammentragen.
Ärztliche Nachweise sammeln
Krankschreibungen, Facharztberichte, Reha-Berichte. Wichtig ist eine klare Diagnose mit Prognose.
Tätigkeitsbeschreibung schreiben
Erkläre genau, was deine prägenden Aufgaben waren, wie viel Zeit du dafür gebraucht hast und warum das nicht mehr geht. Jobtitel allein reicht nicht.
Mit uns sprechen
Wir ziehen in solchen Fällen einen Spezialisten hinzu, der dich beim Antrag begleitet. Fehler im Antrag sind eine der größten Gefahren.
Du bekommst Formulare vom Versicherer. Diese müssen sehr sorgfältig und vollständig ausgefüllt werden.
Keine pauschale Schweigepflichtentbindung unterschreiben – nur gezielt für bestimmte Ärzte oder Kliniken.
Halte alle Kommunikation schriftlich fest und hebe Kopien auf.
Wenn deine Police eine Arbeitsunfähigkeits-Klausel enthält, bekommst du oft schon eine zeitlich befristete Leistung, solange die Prüfung der BU noch läuft.
Sei erreichbar und reagiere auf Rückfragen. Viele Fälle scheitern daran, dass Versicherte nicht antworten.
Der Versicherer kann Gutachten anfordern. Das wirkt belastend, ist aber oft ein gutes Zeichen: der Fall wird ernsthaft geprüft.
Der Prozess dauert in der Regel mehrere Monate (6–7 sind normal).
Antrag vorschnell einreichen, ohne gute Vorbereitung.
Widersprüchliche Angaben zwischen Arzt, Antrag und eigener Beschreibung.
Schweigepflichtentbindungen zu großzügig erteilen.
Neue berufliche Tätigkeit beginnen, bevor der BU-Fall geklärt ist → kann gegen dich verwendet werden.
Der Versicherer zahlt die BU-Rente oft rückwirkend ab dem Zeitpunkt, ab dem die Berufsunfähigkeit festgestellt wurde.
Du musst den Versicherer informieren, wenn sich dein Gesundheitszustand verbessert. Es gibt regelmäßige Nachprüfungen.
Gründe prüfen (oft formale Fehler oder fehlende Unterlagen).
Gemeinsam mit uns überlegen, ob ein Widerspruch oder der Weg über Anwalt/Spezialberater sinnvoll ist.

Wichtig für dich!Die Beweislast liegt bei dir. Der Versicherer zahlt nicht automatisch, du musst die Berufsunfähigkeit nachweisen.
Alleine ist das schwierig. Wir empfehlen dringend, im Leistungsfall unsere spezialisierten Partner die Begleitung übernehmen zu lassen.
Dein Part: gute Vorbereitung, offene Kommunikation und das Einhalten der Spielregeln.