Die Starkregengefährdungsklassen sind eine Einstufung, wie anfällig ein konkreter Standort für Schäden durch Starkregen ist. Hintergrund: Starkregen kann auch dort zu Wasser im Gebäude führen, wo kein Fluss über die Ufer tritt – zum Beispiel durch oberflächlich abfließendes Wasser, das sich an tieferliegenden Stellen sammelt.
Die Klassen sind in das System „ZÜRS Geo“ der Versicherer integriert und werden für die Risikoeinschätzung genutzt.
Es gibt drei Stufen. Entscheidend ist vor allem die Lage des Gebäudes im Gelände (Höhenlage, Hang, Tal, Nähe zu einem Bach).
Typisch: Gebäude auf einer Kuppe oder im oberen Hangbereich. Wasser kann eher „weg“ laufen, es sammelt sich weniger.
Typisch: Gebäude in der Ebene oder im unteren/mittleren Hangbereich, aber nicht in Bachnähe.
Typisch: Gebäude im Tal oder in der Nähe eines Bachs. Dort sammelt sich Wasser eher und bleibt oft länger stehen – das erhöht das Schadenpotenzial.
Wichtig: Starkregen-Schäden sind in der Regel nur über den Zusatz „Elementar“ bzw. „erweiterte Naturgefahren“ mitversichert (je nach Tariflogik des Versicherers). Die SGK-Einstufung beeinflusst dann häufig:
ob Elementarschutz angeboten wird oder ob es Einschränkungen gibt
wie hoch der Beitrag für den Elementarbaustein ausfällt
ob ein Selbstbehalt verlangt wird
ob Auflagen gemacht werden (z. B. Rückstau-Schutz nachrüsten)
Je höher die SGK, desto höher ist aus Sicht des Versicherers die erwartbare Schadenhäufigkeit und/oder Schadenhöhe – und das schlägt sich meist in der Prämie nieder. Wie stark, ist je nach Versicherer unterschiedlich (jeder kalkuliert etwas anders).